
Ein vergessen Rebsorte von der man keine grossen Beschreibungen findet, obwohl er zur Zeit als der Mehltau um 1850 in Europa Fuss faste und von Amerika eingeführt wurde. Leider brachte er auch andere Krankheiten mit nach Europa, die Reblaus und die Schwarzfäule (Black-Rot). So verlor diese Rebsorte allmählich wieder an Bedeutung. Sie ist sehr Kälte beständig und erträgt bis -30°C
UrsprungSie ist verwandt mit der Vitis Labrusca (Fuchsrebe). Erstmals tauchte sie um das Jahr 1816 in Dorchester im US-Bundesstaat Süd Carolina auf. Der Name stammt von einer Mrs. Isabella Gibbs, die diese Sorte einem gewissen Mr. Prince zur Weiterzucht überlies, der sie um 1850 nach Europa gebracht haben soll.
Bedeutung
Seit 1935 ist die Isabella in Frankreich verboten. In Italien findet man sie noch am Gardasee. In Amerika findet man heute die Isabella kaum noch. In Brasilien ist sie eine der Hauptsorten mit 22'092 Hektaren. Auch in Afrika und Asien wird die Isabella angebaut.
In
der Schweiz
wird sie ausschliesslich im Kanton Tessin angebaut,120 Aren, hier kennt
man das Synonim
Gros framboisé. Nebst Wein wird auch Traubensaft daraus
hergestellt. Selten wird
sie rein gekeltert und wenn findet man sie als Rosato ansonsten wird er
dem
Nostrano zugegeben. Lydia Soland vom Kapfgut am Bielersee keltert einen
reinen
Rotwein in sehr kleine Mengen. Er ist allerdings ein Liebhaberwein.