Syrah

Marsanne noir

Syrah

Ohne Zweifel ist der Syrah die Rebsorte des Côte-du-Rhône. In der Schweiz findet man ihn vorwiegend der Rhone entlang im Wallis an den sonnigsten und besten Lagen. Der erste Versuchrebberg pflanzte Henri Wuilloud 1926 (damaliger Weinbaukommissar) bei Diolly oberhal von Sion. Zu den Syrah-Pionieren gehöhrten 1950 Edmond Desfayes und Jean Crettenand in Leytron . 12 Jahre später, wurde im Rebberg des Staates Wallis in der Lage Grand-Brûlé bei Leytron Syrah angepflanzt.
Quelle: Vinum Nov. 97
Ursprung

Wie bei vielen Rebsorten weiss man über den Urspung nichts Genaues. Die einen halten dafür, dass sie in der Stadt Schiraz in Persien (Iran) beheimatet ist, da die entsprechenden Pflanzen im 13. Jahrhundert durch einen Eremiten von den Hängen Bessas nach Tain l'Hermitage gebracht worden seien. Die erste Einführung soll noch weiter zurrückliegen, nämlich 1000 Jahre früher, unter Kaiser Probus. Nach Ansicht anderer Hystoriker stammt der Syrah aus Syrakus auf Sizilien, was die Synonyme: Schiras, Sirac, Syra, Sirah erklären würde. Erstaunlich ist, dass in den angeblichen Ursprungsländern heute diese Rebsorte nicht angebaut wird. Weitere Synonyme: Côte Rôti: Sérine oder Sérène, Loir: Biaune oder Biône, in ander Départements gibt es noch weitere Synonyme.

In Australien wird er Hermitage oder Shiraz genannt. Die Bezeichnung Syrah oder Kleine Sirah in Kalifornien und Brasilien ist in Wrklichkeit der Durife, der gelegentlich mit dem Peloursin vermischt wird.

Eigenschaften

Die Syrah treibt ziemlich spät aus. Kurz geschnitten bewegen sich die Erträge bei 30hl/ha. Bei zu hohem Ertrag verliert sie schnell an Qualität. Sie ist gegen Trockenheit, Graufäule und Sauerwurm empfindlich.

Bedeutung

An der Quelle der Rhohne, im Kanton Wallis heute 60 Hektaren mit Syrah bewirtschaftet. Die grössten Syrah-Flächen weisen die Geminden: Chamonson, Conthey und Siders auf. Weitere 6 Hektaren verteilen sich auf die Kantone, Zürich, Bern, Schwyz, St. Gallen, Graubünden, Tessin, Freiburg und den Waadt.


In Frankreich wird sie hauptsächlich im Rhônetal, in der Côte Roti, in Cornas, Hermitage, Staint-Joseph und dem Châteauneuf-du Pape angepflanzt. In Italien wird sie im Aostatal und in der Toscana angepflanzt. Weiter Anbaugebite sind Griechenland, Brasilien, Mexico, Argentien, Südafrika, und Aust- ralien. In diesen Länder werden jedoch höchstens ein paar wenige Tausend Hektaren bewirtschaftet.

Quelle: Ampelographie Pierre Galet