Reichensteiner
Gm 18-92
Der
Sortenname geht zurück auf die Burg Reichenstein in
Trechtingshausen am Mittelrhein.
Ursprung
In der Vorschungsanstalt
Geisenheim
züchtete H. Birk 1939 den Reichensteiner aus
Müller-Thurgau x
( Madelaine Angevine x weisser Calabreser). Erteilung des
Sortenschutzes und Eintragung in die Sortenlieste 1978.
Eigenschaften
Mittel- bis starkwüchsig, benötigt
tiefgründige,
nährstoffreiche Böden. Lockerbeerige Trauben.
Empfindlich
gegen Winterfrost.
Bedeutung
Vorwiegend
in Deutschland in
den Weinbaugebieten, Rheinhessen, Mosel-Saar-Ruwer, Rheingau und Pfalz.
Ausserhalb von Deutschland findet man den Reichensteiner noch in
geringem Masse in England.
Mir ist
bekannt, dass die
Famile Schnider-Pfistern im Leuengrund in Pratteln als einige
Winzerfamiie den Reichensteiner auf 26 Aren pflegt und reinsortig
kelltert. Herr Schneider bestätigt mir, dass er seines Wissens
der
einzige Winzer sei, welcher den Reichensteiner reinsortig gekelter
anbietet. Laut seiner Information wurde der Reichensteiner, an der
Fachstelle Weinbau der Hochschule Wädenswil
nach 4 Jahren mit Versuch abgebrochen und die Reben
ausgerissen.