Gewürztraminer

Gewürztraminer

Den Gewürztraminer kann man in der Schweiz zu der meistverbreiteten Spezialität zählen. Es gibt kaum eine Weinbauregion, in welcher er nicht angebaut wird. Je nach Kelterung von trocken bis zu "Vendage tardive" findet man jede Variation. Man kann ihn auch zu den interessantesten Weine zählen.

Ursprung
 
Der weisse Traminer oder Savagnin soll aus dem Südtirol aus der gegen von Tramin stammen; seine hellrote Spielart war als Fleischerwein (fleischfarbener Wein) bekannt. In Deutschland wo diese Rebsorten zu Beginn des 16. Jahrhunderts eingeführt wurde, hat man sie Roter Traminer genannt. In der Pfalz kennt man zwei durch Selektion entstandene Formen: den rosafarbenen Savagnin ohne Moschusaroma oder der Heiligsteiner Klevner und den wegen seines moschusartigem Aromas so genannten Gewürztraminer, der nach 1870 im Elsass eingeführt wurde. Diese Rebsorte ist von den elsässischen Autoren auch Gentile rose aromatique genannt worden.

Eigenschaften

Die wuchskräftige Rebsorte ist empfindlich auf Frühjahrsfröste und Echten Mehltau. Die der Edelfäule ausgesetzten Trauben ergeben einen Alkoholgehalt von 12° und mehr. Die Weine werden oft ausserhalb der Mahlzeiten als "Stärkungsweine" im Lauf des Nachmittags getrunken.

Bedeutung

Der Gewürztraminer wird in bevorzugten Lagen praktisch in der ganzen Schweiz angebaut. Im Jahre 2000 weisste der Kanton Zürich mit 676 Aren die grösste Anbaufläche auf.

Europa weit ist das Elass (Frankreich) mit 2500 Hektaren wohl das grösste Anbaugebiet. Von kleiner Bedeutung (unter 1000 Hektaren) sind auch Anbaugebiete in Süddeutschland, Nord- und Süditalien (auch Sardienien). In den Weinbaugebieten der Neuenwelt findet man eine kleine (700 Hektaren) Zone in Kalifornien.

Quelle: Ampelographie Pierre Galet

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