
Der Chardonnay ist wohl die französische weisse Nobelsorte, welche weltweit den grossen Durchbruch geschafft hat. Namen wie Meusrault, Montrachet im Burgund und Chablis oder Pouilly-Fuissé haben Weltruf erlangt. Nicht zu vergessen sind auch die Grundweine welche in der Champagne für das prickelnde Edelgetränk hergestellt werden.
Anfangs der achtziger Jahre als der Chardonnay über all zur Modesorte wurde, hat er allmählich auch in der Schweiz Fuss gefasst. Heute wird er fast in jedem Anbaugebiet kultiviert.
UrsprungDas Synonym Morillon blanc bereits im16. Jahrhundert von Charles Estienne erwähnt; gibt es noch viele z.B.: Petite Sainte-Marie in Savoyen; Noirien blanc an der Côte d'Or; Auxois oder Auxerras blanc , nicht zu verwechseln mit Auxerrois, im Departement Moselle; Weisser Klevner oder Weiss Edler im Elsass oder Weisser Rulander in Deutschland usw.
Leider ist es weltweit zu Verwechslungen gekommen, in Kalifornien, Chile oder zum Beispiel Südafrika wird der Chardonnay unter folgenden Namen verbreitet worden: Melon, Muscadet, Pinot blanco, Chenin, Auxerrois eine im Elsass verbreitete Sorte oder Pinot de la Loire.
Gegen
Krankheiten zeigt
sich der Chardonnay eine mittlere Anfälligkeit für
Falschen Mehltau;
stärker befallen wird er vom Echten Mehltau und vor allem der
Graufäule.
In
der Schweiz kann man ihn mit einer Anbaufläche von
über 240
Hektaren zu den Hauptsorten zählen. Gesammthaft liegt er an
sechster
Stelle, beim Anbau der weissen Rebsorten liegt er an dritter Stelle.
Die Chardonnay-Rebe wird vorwiegend in der französischen
Schweiz
angebaut, in der Ostschweiz weisst der Kanton
Zürich die grösste Anbaufläche aus.