Sylvaner
Johannisberg (Wallis) / Rhin
Erst
populär und fast
vom
Aussterben bedroht. Heute erlebt der Sylvaner eine kleine Renaissence.
Noch
heute haftet das negative Image eines einfachen, neutralen "offen
Wein" an diesem Klassiker. Der Kanton Wallis ist mit etwas
über 200
Hektaren die Hochburg des Sylvaner, wo er Johannisberg genannt wird.
Der Name
Johannisberg hat jedoch nichts mit dem gleichnamigen Schloss aus dem
Rheingau
zu tun.
Ursprung
Der
Name kann auf
Transsilvanien im heutigen Rumänien
zurückgeführt werden. Rumänien, das vor
1914 von Österreich abhing, so bezeichnet man den
Ursprung in
Österreich. In Deutschland (1665) und dem Elsass kennt man den
Sylvaner auch
schon seit langem.
Eigenschaften
Es ist
eine
kräftige
Rebsorte mit
regelmässiger Fruchtbarkeit, die in Hanglage mittlere
Erträge von 60 bis 80
hl/ha sichert. In der Ebene kann der Ertrag bis über 100 hl/he
steigen. Gegen Frühjahrsfröste
ist der Sylvaner nur in mittlerem Grade wiederstandsfähig, und
sein Holz ist gegen Winterfröste empfindlich.
Als Wein steht der Sylvaner
qualitativ über dem Durchschnitt, was aber von den
Erträgen abhängig ist. Er
ist grünlich, gelb, der Körper ist über dem
Chasselas mit einer gewissen
Säure.
Bedeutung
In der
Schweiz wird der
Sylvaner vorwiegend im Wallis angebaut. Beim Anbau der weissen
Rebsorten ist er
an vierter Stelle. In äusserst geringen Mengen wird er noch in
den Kantonen ZH,
BE, GR und VD angebaut. Das Elsass, Deutschland und
Österreich
sind auch
Gebiete wo dem Sylvaner eine grössere Bedeutung zukommen.
Weitere Anbaugebiete
sind Italien, Griechenland, Rumänien, Tschechien, Slowakei,
Ungarn, Ex-Jugoslawien
und in der neuen Welt in kühleren Gebiete Kaliforniens und
Australiens.
Quelle:
Ampelographie
Pierre
Galet
Das
"Geschmacksrad" zeigt: zu den Charakteristiken gehörende Aromen
