Fläsch
liegt
abseits vom Durchgangsverkehr. Aus den Richtungen von St.Gallen und
Zürich bildet das malerische Dorf  das Tor zur
Bündnerherrschaft. Die Fläscher sind
stolz, dass
das Rebareal in einheimischen
Händen geblieben ist. 50 Rebenbesitzer teilen sich um die
65.70
Hektaren Weinberge. Vor fünf Jahren
wurde vom Kanton grünes
Licht gegeben, dass die Rebbaufläche um ca. 5%
vergrössert werden kann. In anbetracht, dass in den meisten
Jahren schon im Sommer viele Weine in der Herrschaft praktisch
ausverkauft sind, ist dies sicher zu begrüssen. Die
Qualität wir sicher nicht darunter leiden.
Nebst
den beiden Hauptsorten Blauburgunder und
Müller-Thurgau welche im ganzen Kanton
dominieren, werden in kleinen
Mengen folgende Sorten angebaut: Grauburgunder, Chardonnay,
Weissburgunder, und Completer. Ausserdem
wird in kleinster Menge die alte Rebsorte Elbling angebaut.
In der jüngsten Vergangenheit gesellen sich noch die beiden
Sorten Sauvignon blanc und Riesling
dazu. Entsprechend kann Fläsch mit einer vielfältigen
Palette an Weinen aufwarten.
Das
Weindorf Fläsch stand immer im Schatten seiner
berühmten Nachbarn Maienfeld und Malans. Nachdem innovative
Selbstkelterer ihre Produkte in die Öffentlichkeit stellten,
sind ihre Weine an einem breiteren Publikum bekannt.
Maienfeld
Schon
früher war der Weinbau wichtig in
Maienfeld. Aus Urkunden aus dem
9. Jahrhundert kann man entne hmen,
dass, die
Klöster in Schaffhausen, Zweifalten in Ulm, St. Gallen,
Pfäfers und
Churwalden in Maienfeld Weinberge besassen. Um 950 gehörte das
heutige
Schloss Salenegg
dem Benediktinerkloster in Pfäfers. Wenn sie
die
Gelegenheit haben, sollten Sie es mal besuchen.
Wenn man schon in Maienfeld ist, darf man das Schloss Brandis nicht
vergessen, hier lohnt es sich eine kleine Verpflegung zugönnen
im
Restaurant.
Das
mittelalterliche Städtchen ist wohl die bekannteste und
grösste Weinbaugemeinde der
Bündnerherrschaft. Von den ca. 108 Hektaren Rebfläche
werden heute noch 74 Hektaren mit Blauburgunder
bestückt. Für den Rest der Fläche verwendet
man: Müller-Thurgau, Weissburgunder,
Grauburgunder, Chardonnay und Gewürztraminer
für
die Weissweine und Cabernet Sauvignon
und Merlot für die
Rotweine. 1998 ist noch der Nebbiolo beim
Rotwein dazu gekommen. Ausser dem
Müller-Thurgau (früher irrtümlicher Weise
Riesling x Silvaner genannt) kommen die
anderen Weine als Spezialitäten auf den Markt.
Heute
verwerten 22 einheimische Weinbaubetriebe Maienfelder Trauben. Davon
sind 19 Selbstkelterer, die fast 70 Prozent des jährlichen
Traubengutes
verarbeiten. Weitere 20 Prozent verwerten die drei einheimischen
Weinhändler, welche noch auswertige Trauben dazu kaufen.
Jenins
 Jenins
lädt aus de
Ferne
zum Besuch ein. Mit
630 Metern ü. M ist es die höchst gelegene
Herrschäftler Gemeinde. Mit 73.9 Hektaren Rebfläche
ist Jenins das drittgrösste
Weinbaudorf im
Bündner Rheintal. Auch hier ist die dominierende
Sorte der Blauburgunder.
Es werde jährlich 550 000 kg
geerntet. Daneben pflegt man den Müller -
Thurgau als weisse Hauptsorte. Als
Spezialitäten wachsen: Grauburgunder,
Weissburgunder, Gewürztraminer,
Completer, Chardonnay als weisse Trauben und
Merlot, Cabernet Sauvignon und Cabernet franc als
blaue Trauben.
Gepflegt
werden die Jeninser Rebbergen von 60 Besitzern, wobei 1 Winzerin und 9
Winzer ihren Wein selbst keltern. Es gibt auch einige Landwirte, die
Acker-, Obst- und Weinbau sowie
Milchwirtschaft gemischt betreiben. Früher betrieben die
landwirtschaftlichen Mischbetriebe den Weinbau. Weinbau als Haupterwerb
ist aus jüngerer Zeit.
Malans
Funde
belegen, dass Malans bereits in der Bronzezeit (um 1200 v. Chr.)
besiedelt war. Später siedelten die Rätieran. Sie
haben
wahrscheinlich
erstmals 
Weinbau
betrieben. Es ist allerdings erst im Jahre 926 urkundlich nachgewiesen,
dass man in Malans Weinbau betrieb.
Nirgends
sonst in der Herrschaft wachsen so
viele Spezialitäten wie in Malans. Die älteste der
Gegend, die Urtraube Completer,
überlebte an der Completerhalde. Über Jahrhunderte
haben sie die Malanser kultiviert, weshalb sie oft
Malanser-Traube genannt wird. Auch neue Sorten
und Züchtungen wurden hier eingeführt.
Müller-Thurgau, Freisamer, Grau- und Weissburgunder,
Chardonnay, Kerner und Seyval blanc. Die Hauptsorte
ist immer noch, in jeder Variation, der Blauburgunder. Weitere blaue
Sorten sind: Cabernet Sauvignon, Granoir, Gamaret,
Merlot und Léon
Millot. Innovativ
sind die Winzer in den Anbaumethoden: Malanser gehören zu den
ersten im Land, die auf Integrierte Produktion umgestellt haben.
In
der zweit grössten Weinbaugemeinde umfasst die
Rebfläche 97.6 Hektaren.
Darin teilen sich ca. 100 grosse und
kleine Rebbesitzer. Die meisten bieten ihre Weine in ihrem Wingert
nebenbei an. Und viele produzieren ihre Trauben zum Verkauf. 40 Prozent
der rund 600 Tonnen Trauben werden von etwa 10 Selbstkeltern
verarbeitet. Der
grösste Selbstkelterer in Malans und
am Bündner Rhein ist das Weinhaus Cottinelli. Sie erzeugen
ungefähr 12 Prozent der gesamten Weinernte.
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