Rote und blaueRebsorten im Wallis
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Rote Rebsorten

Der Gewürztraminer siehe Ampelographie hat auch im Wallis Fuss gefasst und ergibt einen ausgesprochen würzigen feinen Wein mit blumigem Bouquet.

Malvoisie siehe Ampelographie ist im Wallis der Wein, der aus der Grauburgundertraube hergestellt wird, auch Pinot gris oder Ruländer genannt. Nebst der trockenen Variante werden auch süsse Dessertweine der Spitzenklasse gekeltert.

Blaue Rebsorten

Cabernet franc , eine der berühmten Bordeaux- Trauben, wird als kleiner Bruder des Cabernet Sauvignon angesehen. Im Wallis wird er nicht pur gekeltert, er ist Bestandteil im Wein Cépages Bordelais. siehe Ampelographie

Cépages Bordelais ist ein Wein, der aus vier verschiedenen Bordeaux-Trauben gewon- nen wird. Es handelt sich dabei um Cabernet franc, Cabernet Sauvignon, Merlot und Petit Verdot. Der Wein ist wunderbar vollmundig und nach einigen Jahren Lagerung mit seinen Brüdern aus Bordeaux durchaus zu vergleichen.

Cornalin, Landroter oder Vieux rouge du Pays  ist eine Rebe, die aus dem Wallis stammen soll. Sie ergibt einen herben intensivfarbigen Rotwein, der erst nach drei- bis fünfjähriger Lagerung seine Vollkommenheit erreicht.


Beim Dôle handelt es sich nicht um eine Rebsorte, sondern um einen gesetzlich umschribenen Qualitätsbegriff.

Beim Dôle blanche oder Pinot noir pressé en blanc handelt es sich um den sofort nach dem Mahlen abgepressten Pinot noir, der nicht an der Maische vergoren wird. Die Herkunft dieser Traube wird unter Pinot noir besprochen. Dôle blanche kann aber auch ein sofort nach dem Mahlen abgepresster Wein sein, bei dem neben zirka 50 Prozent Pinot Noir-Trauben auch noch zirka 50 Prozent Gamay-Trauben verwendet werden. Ein herrlicher Weisswein mit dem Körper des Pinot noir und der feinen Säure des Gamay.

Der Durize - le Vieux rouge de Fully ist eine alte Rotweinrebsorte, die um Fully herum wächst. Sie wird noch heute angebaut und als voll-mundiger Flaschenwein angeboten. Wie viele andere Reben des Wallis stammt auch der Durize aus dem Aostatal.

Eyholzer Roter oder Hibou ist ein Wein, der seine Ursprünglichkeit bis heute behalten hat. Es handelt sich dabei um eine alte Rotweinsorte, die im Pergelbau um Eyholz bei Visp wächst und noch heute rein vinifiziert wird. Er ist im Handel nur selten erhältlich.

Fumin wir seit kurzer Zeit in ein experimentellen Weinberg von Antoine & Christophe Bétrisey in St. Léonard im Weinberg Combaz-Bernard kultiviert.

Der Gamay ist die vierte ,der wichtigsten im Wallis angebauten Weinreben. Neben der Rolle als "Dôlebestandteil" wird der Gamay auch pur gekeltert und als Gamay pur verkauft. Dabei werden im Wallis insgesamt vier verschiedene Selektionen angebaut, die pur gekeltert werden. Es sind dies die Sorten: Arsenan, Beaujolais, Caudoz Saint-Foix. siehe Ampelographie

Goron ist einerseits ein Wein,  wie bereits er- wähnt ein deklassierter Dôle, der den gesetzlichen Mindestanforderungen für Dôle in Bezug auf den Öchslegehalt des Traubenmostes nicht genügt. Dabei kann es sich um einen qualitativ durchaus guten Wein handeln, der je nach Herkunft, hervorragend munden kann. Der Name "Goron" wurde aufgrund des Namens dieser vermeintlich ausgestorbenen Rebe vom Etat du Valais 1958 als Qualitätsbezeichnung für deklassierten Dôle gewählt.
Goron ist aber auch, wie erwähnt - eine alte Rotweinrebe aus dem Unterwallis, die heute noch kultiviert wird und wovon heute noch in kleinen Quantitäten ein ausgesprochen vollmundiger und blumenreicher Wein hergestellt wird.

Grosser Roter ist eine eigenständige Rebe, die in den Rebberegen um Eyholz entdeckt wurde. Ampelographische Bestimmungen ergaben Unter- schiede zu dem Eyholzer Roten.

Beim Humagne rouge handelt es sich nicht um den roten Bruder des Humagne blanche, sondern um eine eigenständige Rotweinsorte, die auch Oriou genannt wird. Wie andere Rebsorten soll auch diese aus dem Aostatal zu uns gekommen sein.

Malbec wurde ebenfalls versuchsweise vor einigen Jahrzehnten im Wallis angebaut. Es ergab aber einen charakterarmen, säuerlichen Rotwein, den es nicht weiter lohnte anzubauen. siehe Ampelographie

Merlot, bei uns bekannt als Tessiner Wein, wird auch im Wallis angebaut. Er wird für Assemblages gekeltert, oder pur ausgebaut. Siehe Kanton Tessin.

Der Oeil de perdrix ist einer der beiden Rosés, die es im Wallis gibt. Es handelt sich dabei um den Rosé des Pinot noir. Nur dieser Rosé darf - dem Gesetz folgend - den Namen "Oeil de Perdrix" tragen. Es handelt sich dabei um einen Wein, der nur kurze Zeit an der Maische vergoren (zirka zwei bis drei Tage ) und anschliessend abgepresst wird. Der Most ist noch süss, wenn er von der Maische gepresst wird, deswegen spricht man vom Süssdruck.

Pinot noir oder Blauburgunder ist eine der vier Hauptsorten, die im Wallis angebaut werden (weiss = Fendant und Johannisberg / rot = Pinot noir und Gamay).  siehe Ampelographie

36 Plants sind Weine, die aus verschiedenen Weinsorten hergestellt werden. 36 Pflanzen wer- den aber bei beiden nicht verwendet. Dieser Begriff wurde früher für einen Wein benutzt, der tatsächlich aus 36 verschiedenen Weinreben her- gestellt wurden.

Beim Rosé du Valais handelt es sich ebenfalls um einen Süssdruck, nur wird dazu nicht der Pinot noir verwendet, sondern der Goron oder der Gamay.

Beim Rotgurra soll es sich um eine alte Rotweinrebe gehandelt haben, die auch unter dem Namen Goron im Wallis angebaut wurde. Der Name soll aus dem Französischen vin courant stammen. Nach Ansicht von Sprachforschern, die sich mit den Dialekten des Wallis befasst haben, soll eine direkte Verbindung zwischen den Worten Gurra, Courant und Goron bestehen. Ob es sich beim Rotgurra um den alten Goron des Unterwallis handelt, kann nicht mehr eruiert werden.

Beim Rouge du Grand Brule handelt es sich um einen Dôle, dem noch zirka zwei Prozent andere Trauben beigemengt werden. Es ergibt einen interessanten Wein mit Geschmackskomponenten, die im Dôle nicht unbedingt erwartet werden.

Der Syrah stammt aus dem Gebiet zwischen Lyon und Südfrankreich und gibt so berühmten Weinen wie den Châteauneuf - du - Pape - allerdings im gemischten Traubensatz - den Körper und die Seele. Als Spezialität wird diese Traube auch im Wallis angebaut und ergibt einen körperreichen Rotwein, der qualitativ durchaus mit seinen Brüdern südlich von Lyon verglichen werden kann. siehe Ampelographie

Petit Verdot ist auch eine Bordeaux-Traube, die im Wallis für den Cépages Bordelais angepflanzt worden ist. Pur wird sie nicht gekeltert.

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