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Wasserlösliche
Vitamine
Wasserlösliche Vitamine sind eine Gruppe der Vitamine, dazu
gehören:
Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Niacin,
Pantothensäure,
Biotin und Folsäure
Im Gegensatz zu den fettlöslichen Vitaminen können
die wasserlöslichen Vitamine, außer Vitamin B 12, im
Körpergewebe nicht in großen Mengen gespeichert
werden.
Eine regelmäßige Aufnahme dieser Vitamine durch die
Nahrung ist deshalb erforderlich. Sollten
überschüssige Mengen wasserlöslicher
Vitamine im Körper vorhanden sein, so werden sie über
Urin, Stuhl oder Schweiß ausgeschieden. Auf diese Weise ist
eine Überversorgung an wasserlöslichen Vitaminen im
Normalfall ausgeschlossen.
Wichtige Produzenten der B-Vitamine sind die Darmbakterien. Verordnet
der Arzt in Folge einer Infektionskrankheit Antibiotika, kommt es zu
einer Beeinträchtigung der Darmbakterien. Diese
können während der Verdauung nun nicht mehr genug
B-Vitamine produzieren. Es entsteht ein Vitamin B-Mangel, der durch
zusätzliche Einnahme vom Vitaminpräparaten
ausgeglichen wird.
Ein Vitamin B-Mangel hat also kaum natürliche Ursachen,
sondern ist oftmals nur Folgeerscheinung der Medikamenteneinnahme.
Fettlösliche Vitamine
Fettlösliche Vitamine sind eine Gruppe der Vitamine. Vitamin
A, Vitamin D, Vitamin E und Vitamin K gehören zu den
fettlöslichen Vitaminen.
Anders als die wasserlöslichen Vitamine können die
fettlöslichen Vitamine über längere Zeit vom
Körper gespeichert werden. Das geschieht vorwiegend in der
Leber. Bei einer Unterversorgung mit diesen Vitaminen wird der
Körpervorrat in der Leber genutzt. In den meisten
Fällen ist es deshalb unnötig,
Vitaminpräparate einzunehmen.
Ein Zuviel an diesen Vitaminen kann nicht über den Urin
ausgeschieden werden und so können sich
gesundheitsschädliche Mengen im Körper ansammeln, was
zu Erkrankungen führt sogenannten Hypervitaminosen.
Ein ständig zu hoher Vitamin-A- oder Vitamin-D-Spiegel
führt zu Erbrechen, Verstopfung und sogar Wachstumsstillstand.
Vitamin H ist fast ausschließlich unter seiner
wissenschaftlichen Bezeichnung Biotin gebräuchlich. Biotin ist
ein wasserlösliches Vitamin, das bedeutend für den
Stoffwechsel des Menschen ist. Es steuert den Aufbau von Kohlenhydraten
und Fettsäuren, ist wichtig für die Funktionen der
Haut und der Schleimhäute, der Haare und für das
Nervensystem. Biotin wird im Körper selbst von den
Mikroorganismen im Darm gebildet und ist auch in vielen Lebensmitteln
enthalten, zum Beispiel in Leber, Hefe, Milch, Niere, Kartoffeln,
Erdnüssen, Erbsen, Pilzen, Eigelb, Schokolade, Haferflocken,
Sojabohnen und Weizenkeimen. Ein Mangel an Biotin ruft
Hautentzündungen, Haarausfall, nervöse
Störungen und Blutarmut (Anämie) hervor. In der
Medizin wird dieses Vitamin angewendet bei Akne, Furunkulosen,
Muskelschmerzen und Säuglingsekzemen. Zu hohe Dosierungen von
Biotin in Präparaten erzeugen Nervenschäden,
Verdauungsstörungen und Schlaflosigkeit. Biotin wird durch
Licht und Hitze beeinträchtigt. Es entstehen Kochverluste bis
zu 70 Prozent.
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